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Unser Fachbereich

Arbeitsrecht

Das US-Amerikanische Arbeitsrecht und das Deutsche Arbeitsrecht unterscheiden sich fundamental. Die grundsätzlichen Unterschiede beruhen auf den gegensätzlichen geschichtlichen Entwicklungen. Im amerikanischen Arbeitsvertragsrecht herrscht der Grundsatz der Vertragsfreiheit vor und im Gegensatz zu Deutschland findet sich nur eine sehr bescheidene Regulierung bezüglich der Form und des Inhaltes von Arbeitsverträgen.

In der Praxis basiert die überwiegende Zahl der Beschäftigungsverhältnisse auf einen mündlichen Vertrag, der nicht schriftlich festgelegt wird. Daher sind in den USA förmliche Vertragsverhältnisse bzw. befristete Arbeitsvertage eher die Ausnahme.

Im Grundprinzip ist nach dem „employment at will“ der normale Arbeitsvertrag unbefristet und jederzeit kündbar. Jedoch unterliegen diesem Prinzip kodifizierte Anti-Diskriminierungsgesetze  (Title VII des Civil Rights Act von 1964) und dienen als Schutz gegen Entlassungen. Nicht selten werden Arbeitgeber von gekündigten Arbeitnehmern wegen des Verstoßes gegen ein Antidiskriminierungsgesetzes verklagt. Des Weiteren ist die Kodifizierung von Antidiskriminierungsgesetzen auf Bundes- und Staatenebene geregelt. So verbietet zum Beispiel „Title VII“ die Diskriminierung seitens eines Arbeitgebers aufgrund von Rasse, Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder nationaler Herkunft. Es ist daher ratsam, schon bei der Auswahl der Bewerber darauf zu achten, dass die Anti-Diskriminierungsgesetze eingehalten werden, um eventuelle Schadensersatzklagen zu verhindern. Seit 1964 sind die Bestimmungen von „Title VII“ erheblich ergänzt und der Geltungsbereich des Gesetzes erweitert worden. Die Beweislast liegt beim Arbeitgeber, dass er für die Kündigung einen nachvollziehbaren Grund hatte und dieser Grund muss sich entweder auf die geschäftlichen Bedürfnisse des Arbeitgebers beziehen oder die unzureichenden Arbeitsleistung/Fähigkeiten des Arbeitnehmers.

Unsere Anwälte für Arbeitsrecht stehen Ihnen natürlich für ein Beratungsgespräch zur Verfügung und können Sie durch die verschiedenen Arbeitsrechtsbereiche navigieren. Wir bieten kompetente Fachberatung in Bezug auf Anti-Diskriminierungsgesetze, dem Civil Rights Act (Titel VII) und dem „Immigration Reform and Control Act“ (Arbeitgeber sind verpflichtet zu prüfen ob der Bewerber sich legal in den USA befindet). Wir beraten Sie auch gerne zu den Fachbereichen der Sicherheitsbestimmungen am Arbeitsplatz (Occupational Safety and Health Act, OSHA) sowie der Beurlaubung von Arbeitnehmern zur Betreuung von Familienangehörigen (Family and Medical Leave Act, FMLA).

Vorsicht ist geboten bei der Erstellung von Firmenhandbüchern. Auch wenn diese keinen vertraglichen Anspruch begründen, werden diese oftmals vom Gericht bei Rechtsstreitigkeiten untersucht und als Interpretationshilfe herangezogen. Wir erstellen individuell auf Ihren Betrieb zugeschnittene Firmenhandbücher (employment handbooks) und bieten an, Ihr schon existierendes Firmenhandbuch zu überprüfen, um zu garantieren, dass dieses auch gesetzeskonform ist.

Bitte denken Sie daran dass die oben aufgeführten Informationen keine individuelle Rechtsberatung darstellen und lediglich nur zur allgemeinen Information dienen.

Rechtsanwältin